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PKV-KompassTarifprüfung

Tarifwechsel nach § 204 VVG: Diese Nachteile sind möglich

Ein interner Tarifwechsel kann den Beitrag verändern. Er kann aber auch Leistungsunterschiede, einen anderen Selbstbehalt oder dauerhafte Folgen mit sich bringen.

Stand 25.08.2026 · Allgemeine Information, keine Einzelfallberatung

Tarifwechsel mit Leistungsprüfung starten

Leistungsbausteine können sich ändern

Gleichartiger Versicherungsschutz bedeutet nicht, dass jedes Tarifdetail identisch ist. Erstattungsgrenzen, Selbstbehalte oder einzelne Leistungsbedingungen können anders ausgestaltet sein.

Und wo der neue Tarif mehr leistet als der alte, gilt der Mehranteil nicht als gleichartig: Für diesen Teil kann der Versicherer eine Risikoprüfung durchführen und einen Risikozuschlag, einen Leistungsausschluss oder eine Wartezeit verlangen (§ 204 Abs. 1 VVG). Die Mehrleistung kann auf Wunsch ausgeschlossen werden, um Zuschlag und Wartezeit für diesen Teil abzuwenden.

Welche Bausteine als gleichartig gelten und wo eine Mehrleistung beginnt, ist im Einzelfall Facharbeit. Der ausgewählte unabhängige Versicherungsmakler stellt Beitrag und Leistungen deshalb vor jeder Entscheidung schriftlich gegenüber.

Der Wechsel von Bisex zu Unisex ist nicht umkehrbar

Tarife mit Abschluss vor dem 21. Dezember 2012 können noch nach Geschlecht kalkuliert sein. Für Neuverträge ab diesem Stichtag sind geschlechtsgetrennte Prämien unzulässig; seither wird einheitlich kalkuliert (EuGH, Urteil vom 01.03.2011, Rs. C-236/09).

Ein Wechsel aus einem solchen Bisex-Tarif in einen Unisex-Tarif kann nicht rückgängig gemacht werden — auch dann nicht, wenn sich der Schritt später als nachteilig erweist. Welche Kalkulationsart Ihr Vertrag hat und was das für Ihre Optionen bedeutet, gehört ausdrücklich in die Prüfung des ausgewählten Maklers.

Auch der neue Tarif kann später angepasst werden

Ein Tarifwechsel garantiert keine dauerhaft unveränderten Beiträge. Beitragsanpassungen folgen der Kostenentwicklung des jeweiligen Tarifkollektivs — davor ist kein Tarif gefeit, weder der alte noch der neue.

Außerdem besteht kein Anspruch auf einen frei gewählten Wunschtarif. Entscheidend sind gleichartiger Versicherungsschutz und die konkrete Tarifstruktur. Ein niedrigerer Monatsbeitrag allein ist deshalb kein belastbares Kriterium; bewertet werden müssen Beitrag, Leistung und Selbstbehalt gemeinsam.

Häufige Fragen zu diesem Thema

Was ist ein wichtiger dauerhafter Punkt beim Tarifwechsel?

Der Wechsel von einem Bisex- in einen Unisex-Tarif kann nicht rückgängig gemacht werden. Die Kalkulationsart muss deshalb vor der Entscheidung geprüft werden.

Kann der neue Tarif andere Leistungen haben?

Ja. Einzelne Bausteine und Bedingungen können anders ausgestaltet sein. Das muss in der schriftlichen Gegenüberstellung sichtbar sein.

Kann der neue Tarif später ebenfalls teurer werden?

Ja. Ein interner Tarifwechsel schützt nicht vor späteren Beitragsanpassungen.

Was kostet die Prüfung, wenn kein Wechsel sinnvoll ist?

Analyse und Angebot sind kostenlos. Ein Honorar fällt erst an, wenn Sie sich nach dem Gespräch für einen Tarifwechsel entscheiden.

Offizielle Quellen

Kostenlose Ersteinschätzung

Analyse und Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Ein Honorar fällt erst an, wenn Sie sich nach dem Gespräch für einen Tarifwechsel entscheiden — die Höhe erfahren Sie vorher, bevor Sie etwas unterschreiben.

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