PKV-Beitragserhöhung 2026: Was Privatversicherte jetzt prüfen können
Nach einem Erhöhungsbrief gibt es drei Optionen: zahlen, kündigen — oder innerhalb der eigenen Gesellschaft in einen gleichartigen Tarif wechseln. Die dritte ist die am wenigsten bekannte. Der für Ihre Anfrage ausgewählte Partner prüft mögliche Tarifalternativen innerhalb Ihrer Gesellschaft und stellt Beitrag, Leistungsumfang und Selbstbehalt nachvollziehbar gegenüber.
Stand 25.08.2026 · Allgemeine Information, keine Einzelfallberatung
Erhöhung kostenlos prüfen lassenWarum die Beiträge 2026 erneut angepasst werden
Zum Jahreswechsel passen viele private Krankenversicherungen ihre Beiträge an. Hintergrund ist die Kostenentwicklung: Die Leistungsausgaben der PKV sind 2025 um 6,9 % gestiegen (PKV-Verband, Pressemitteilung vom 04.02.2026).
Die Beitragsanpassung folgt den tatsächlichen Leistungsausgaben des jeweiligen Tarifkollektivs. Wie hoch sie im eigenen Tarif ausfällt, steht im Erhöhungsbrief der Gesellschaft — eine belastbare Zahl für alle Tarife gibt es nicht, weil jeder Tarif einzeln kalkuliert wird. Sicher ist nur: Der Brief ist der beste Anlass, die eigenen Optionen zu prüfen.
Was § 204 VVG nach einer Beitragserhöhung ermöglicht
Grundlage ist § 204 VVG: Innerhalb der eigenen Gesellschaft ist der Übergang in einen anderen Tarif mit gleichartigem Versicherungsschutz vorgesehen, ohne Frist und ohne Mindestlaufzeit. Im normalen Vertragsverlauf erhalten Sie nicht automatisch eine vollständige Einordnung aller internen Tarifalternativen. Welche Tarife zu Ihrem Vertrag tatsächlich gleichartig sind, prüft der ausgewählte unabhängige Versicherungsmakler, an den PKV-Kompass Ihre Anfrage einmalig übermittelt.
Die Alterungsrückstellungen werden dabei auf den neuen Tarif angerechnet. Für die bisherigen Leistungen darf kein Risikozuschlag verlangt werden — nur bei Mehrleistungen sind Zuschläge möglich, und nur für diese.
Für wen sich die Prüfung nach einer Erhöhung lohnt — und für wen nicht
Prüfen lassen kann jeder, der privat krankenversichert ist. Am meisten Spielraum findet der ausgewählte Partner erfahrungsgemäß bei langer Vertragsdauer, einem Beitrag über 1.000 € im Monat oder einer zuletzt deutlichen Erhöhung.
Ausgeschlossen ist niemand: Ob sich in Ihrem Tarif etwas machen lässt, zeigt erst die Prüfung — und die kostet Sie nichts. Nur eines sollten Sie wissen: Ein Wechsel der Versicherungsgesellschaft ist etwas anderes als ein Tarifwechsel innerhalb Ihrer Gesellschaft; dabei gingen die Alterungsrückstellungen größtenteils verloren.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Wann ist ein Tarifwechsel nach § 204 VVG möglich?
Jederzeit. Es gibt keine Frist und keine Mindestlaufzeit; die Gesellschaft darf den Antrag auf einen gleichartigen Tarif nicht ablehnen.
Hat ein Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft Nachteile?
Mögliche Nachteile liegen im Detail: Einzelne Bausteine des alten Tarifs können im neuen Tarif anders ausgestaltet sein, und bei Tarifen vor dem 21.12.2012 ist ein Wechsel von Bisex- auf Unisex-Kalkulation nicht umkehrbar. Deshalb gehört vor jeder Entscheidung die schriftliche Tarifübersicht der Gesellschaft auf den Tisch.
Ist bei einem Tarifwechsel eine neue Gesundheitsprüfung erlaubt?
Für die bisherigen Leistungen darf kein Risikozuschlag verlangt werden. Nur bei Mehrleistungen sind eine Risikoprüfung und Zuschläge möglich — und nur für diesen Mehranteil.
Was kostet die Prüfung über PKV-Kompass?
Analyse und Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Ein Honorar fällt erst an, wenn Sie sich nach dem Gespräch für einen Tarifwechsel entscheiden — die Höhe erfahren Sie vorher, bevor Sie etwas unterschreiben.
Kostenlose Ersteinschätzung
Analyse und Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Ein Honorar fällt erst an, wenn Sie sich nach dem Gespräch für einen Tarifwechsel entscheiden — die Höhe erfahren Sie vorher, bevor Sie etwas unterschreiben.
Einmalige Weitergabe an genau einen ausgewählten Partner.